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Ausflug ins Grüne: auf Bären – äh Bärlauch-Jagd

Bei diesem schönen Wetter kann man am bestem dem Lagerkoller vorbeugen, indem wir als Familie nach draußen gehen. Das geht bei uns glücklicherweise, denn es gibt zwar ein Kontaktverbot in Deutschland, jedoch keine Ausgangssperre!

In diesen Tagen wächst in den Wäldern oder in schattigen Bereichen Bärlauch. Bärlauch hat einen intensiven Geruch und erinnert an Knoblauch. In der Antike und im Mittelalter gehörte der Bärlauch zum Standardrepertoire der Heilpflanzen. Das Kraut wurde in vielen Klostergärten kultiviert. Hildegard von Bingen, eine der bekanntesten Kräuterkundigen des frühen 12. Jahrhunderts, verwendete das Kraut bei Verdauungsstörungen sowie als Mittel zur Blutreinigung.

Wie alle Wildkräuter soll auch Bärlauch nicht in Straßennähe gepflückt werden, da er sonst Schadstoffe enthalten könnte.

ACHTUNG! Beim Pflücken von Bärlauch müssen Sie berücksichtigen, dass Sie auch wirklich Bärlauch pflücken und nicht mit Maiglöckchen verwechseln, diese sind nämlich nicht zum Verzehr geeignet, sondern giftig!

So unterschieden Sie Bärlauch von Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen auf einfache Weise:

  • Der Duft der Blätter: Zerreibt man Bärlauchblätter zwischen den Händen, kann man sofort den Knoblauchduft riechen. Die Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen hingegen fehlt der bärlaucheigene Duft.
  • Blattoberfläche: Bärlauchblätter sind matt, Maiglöckchenblätter sind glänzend.
  • Blüte: Bärlauch blüht etwa zwei Monate früher (März) als das Maiglöckchen. Andererseits ist die Form der Blüte grundverschieden: Maiglöckchenblüten sind glöckchenartig, während die Bärlauch filigrane sternenförmige Blüten aufweist.

Mit Bärlauch kann man jede Menge verschiedene Speisen zubereiten: Bärlauchsuppe, Barlauchaufstrich, Bärlauchpesto und und und. Bei uns steht jedes Jahr das Projekt „Bärlauchbutter“ an. Da packt dann die ganze Familie mit an: beim Sammeln,Waschen, Trocknen, Schneiden, Pürieren und natürlich Zubereiten der Butter. Wenn die Butter dann auf dem Tisch steht, schmeckt sie nochmals viel besser, weil alle wissen, was alles an Arbeit in der Butter steckt.

Wir hatten jede Menge Spaß beim Pflücken und unsere Kids lieben selbstgemachte Bärlauchbutter einfach über alles!

Wir haben noch den frischen Bärlauch über unseren gebackenen Fetakäse und das Zucchini-Ofengemüse getan – sehr lecker!

Hier unser Rezept:

  • 250 g weiche Butter
  • 2 Handvoll Bärlauch, je nach Intensität etwas mehr oder weniger
  • 1 TL Zitronensaft
  • etwas Salz
  • 1 Prise Pfeffer

Bärlauch gut waschen und andere Pflanzen, die mitgepflückt wurden aussortieren(z.B. liebt auch Efeu gerne die Nähe von Bärlauch: und Efeu ist nicht eßbar!).

Den gewaschenen Bärlauch mit der Salatschleuder trocknen. Mit dem Messer fein hacken oder wenn Sie es gerne feiner mögen, mit dem Mixer oder Pürierstab zerkleinern.

Die weiche Butter mit dem Zitronensaft, dem Salz und dem Pfeffer und dem zerkleinerten Bärlauch mischen.

Die Bärlauchbutter eignet sich auch wunderbar zum Einfrieren.

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