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Die Arbeit neu erfinden

Seit dem 16. März haben wir unsere beiden Küchen geschlossen. Eine Woche wurde von unserem Team alles auf Hochglanz geputzt, geordnet und inventarisiert. Das frische Obst und Gemüse, sowie die frische Milch, die wir bereits bestellt hatten und nicht mehr abbestellen konnten, jedoch nicht mehr verarbeiten konnten, haben wir über Foodsharing und an die Nachbarn verschenkt.

Da wir nun keinen Umsatz mehr haben, mussten wir die Entscheidung treffen, unser Team in Kurzarbeit zu schicken. Für uns ein Gedanke, an den wir in unserer 20-jährigen Geschichte kein einziges Mal auch nur annähernd gedacht haben.

Kurzarbeit bedeutet für unser Team Gehaltseinbußen, die nicht einfach so wegzustecken sind. Daher haben wir die Ärmel hochgekrempelt und gerechnet, in wieweit unsere Rücklagen reichen, um die fehlende Differenz im Nettogehalt auf 80% von unserer Seite aus, aufzustocken, so dass unser Team wirklich nur sehr geringfügig weniger Geld auf dem Konto hat als bisher. Wir haben uns dazu entschlossen, diese Differenz für die beantragte Kurzarbeit aufzustocken, denn jedes Teammitglied leistet eine großartige Arbeit und nur durch unser Team konnten wir uns so weiterentwickeln und reggelmäßig gutes Essen auf den Tisch bringen.

Unser Team ist nun auf Kurzarbeit, einige von uns arbeiten je nachdem, was es noch im Hintergrund zu arbeiten gibt, auf bis zu 80% weiter. Es gibt außer Kochen nämlich noch eine ganze Menge zu tun: Rezepte überarbeiten, Speisepläne erstellen, Prozesse durchdenken und verbessern (wie z.B. die Tourenplanung), die Buchhaltung und und und, damit wir wieder richtig losstarten können, wenn die Schulen und Kindertageeinrichtungen wieder öffnen.

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