Zahngesunde Ernährung

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„Apfel, Korn, Karotte ess ich oft und viel, weil ich keine kranken Zähne haben will.“

Lecker Calcium

Calcium ist der wichtigste Mineralstoff für die Zähne. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Kinder bis 4 Jahre 600 mg, bis 7 Jahre 750 mg und bis 10 Jahre 900 mg Calcium täglich über die Nahrung aufzunehmen. Calcium steckt unter anderem in diesen Lebensmitteln: fettarme Milch, Buttermilch, Joghurt (1,5,% Fett), Emmentaler Käse, Gouda, Parmesan, Spinat und Brokkoli. Auch Mineralwasser liefert Calcium (Flaschenetikett beachten); ein calciumreiches Wasser enthält auf einen Liter  mehr als 150 mg Calcium. Damit der Körper das Calcium auch aufnehmen kann ist es ganz wichtig, dass auch der Vitamin D-Haushalt stimmt. Also nichts wie raus in die Sonne, denn unser Wunderwerk Körper ist in der Lage, Vitamin D mit Hilfe von Sonnenlicht selbst herzustellen.

Säure und Zucker meiden

Säurehaltige Lebensmittel und Getränke greifen den Zahnschmelz an und erhöhen so das Kariesrisiko. Wenn die Zähne sprechen könnten, würden sie und erzählen, dass sie säurearme Obstsorten wie Bananen, milde Apfelsorten, Birnen, Trauben, Aprikosen, Pflaumen, Heidelbeeren, Nektarinen, Pfirsiche, Melone, Mango oder Papaya bevorzugen. Wasser und ungesüßte Tees umspülen die Zähne am gesündesten. Zucker finden sie überhaupt nicht gut, denn Zucker wird im Mund zu Säure umgewandelt. Softdrinks, Chips, Schokolade und Co. hinterlassen Beläge, die den Zahnschmelz weich machen. Wer auf Naschen nicht verzichten mag, nascht am besten nur ein bis zwei Mal am Tag und zwar im Anschluss an die Hauptmahlzeiten, nicht ständig zwischendurch. Wer genascht hat, spült gründlich mit Wasser nach, lässt dem Zahnschmelz Zeit (Richtwert: eine halbe Stunde) mit Hilfe des Speichels wieder hart zu werden und putzt dann gründlich die Zähne.

Da längst nicht alle scheinbar zuckerfreien Produkte auch zahnfreundlich sind, weil es viele versteckte Zucker gibt, kann das Zahnmännchen-Siegel der Aktion Zahnfreundlich e.V. eine Orientierungshilfe sein: www.zahnmaennchen.de (öffnet in neuem Fenster).

Gesunder Kindermund, Foto: PixabaySolch einen Siegel tragen auch viele zuckerfreie Kaugummis, die immer dann eine prima Sache sind, wenn die Zahnbürste nicht zur Hand ist, wobei Kaugummi kauen kein Ersatz fürs Zähne putzen ist! Kaugummi kauen macht nicht nur Spaß, sondern regt den Speichelfluss an, der wiederum dafür sorgt, dass Essensrückstände, Bakterien, Säuren und Zahnbelag aus dem Mundraum gespült werden.

Gut Kauen

Vollkornbrot, Brotrinde, Rohkost, Müsli – Kinder brauchen was zum Beißen. Wichtig ist, dass das Essen intensiv gekaut und nicht heruntergeschlungen wird. Kauen regt nämlich die Speichelproduktion an und wirkt so wie beim Kaugummi kauen zuvor beschrieben. Außerdem stärkt kauen das Zahnfleisch.

Abwechslungsreich Putzen

Es gibt keine Zahncreme, die alles kann. Deshalb ruhig hin und wieder mal die Zahnpasta-Marke wechseln. Da vor allem Kleinkinder mehr Zahncreme verschlucken als sie ausspucken, sollte es eine Kinderzahncreme sein, die frei von bedenklichen Inhaltsstoffen ist. Erdbeer- oder Bonbongeschmack fördert nur den Anreiz, die Zahnpasta zu schlucken und ist absolut entbehrlich. Ein Hauch Zahnpasta genügt. Sobald sie nicht mehr verschluckt wird, dann eine erbsengroße Menge auf der Bürste verteilen.
Flourid ist ein anerkannter Kariesschutz. Bis zum vollendeten 2. Lebensjahr aber nur Kinderzahnpasta mit max. 500 ppm Fluorid verwenden. Stets mit dem Zahnarzt/der Zahnärztin Rücksprache halten, damit es zu keiner Zeit zu einer Überdosierung kommt, beispielsweise bei gleichzeitiger Fluoretten-Gabe oder durch ein fluoridreiches Mineralwasser.

Keine Angst vor der Zahnarztpraxis

Sobald die ersten Milchzähne durchbrechen, steht der erste Zahnarztbesuch an. Wenn nämlich kleine Kinder, die noch ganz gesunde Zähne haben, regelmäßig zum Zahnarzt gehen, sich die Zähne anschauen lassen und so die Instrumente kennenlernen, sind sie bereits damit vertraut, wenn sie tatsächlich mal Zahnprobleme haben sollten. Sie können anfangs auch einfach die Erwachsenen zu Kontrollterminen begleiten.

Kinderbücher unterstützen dabei, von Anfang an eine gute Zahngesundheit einzuleiten. Die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Hessen (LAGH) hat eine Liste mit Bücherhits rund um den Mund zusammengestellt und eine Liste mit nicht empfehlenswerten Büchern. Die Listen sind auf der Homepage www.jugendzahnpflege.hzn.de (öffnet in neuem Fenster) unter dem Menüpunkt „Medien“ zu finden.